Science-Fiction aus Polen, Aufräumen mit Kindheitstraumata, französischer Mystizismus und ein Roman über die Suche nach dem Glück - lies Dich warm im Dezember.
Literatour: Lies Dich warm
(©Wydawnictwo Literackie)
RIVISTA
Traduzione: margarethe padysz
18/12/07
Tags : Europa occidentale, Polonia, francia, libri, Germania, Europa centro-orientale,
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Polen - Jacek Dukaj, Lód
Dukajs neustes Werk Lód zählt zur Kategorie ‘historischer Science-Fiction-Roman’. Die Handlung spielt im Jahre 1924, im eingefrorenen Warschau, das sich immer noch unter russischer Besatzung befindet. Sie verlagert sich dann über die Transsibirische Eisenbahn bis weit in das vereiste Asien. Eine außerordentlich farbige Handlung, gefüllt mit Liebes- und Politintrigen, zeigt dem Leser eine entfernte Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts auf - eine Geschichte, die sich nie ereignet hat.
Jacek Dukaj ist einer der populärsten polnischen Science-Fiction Autoren der neuen Generation. Seinen ersten Roman – Xavras Wyryn – hat er 1997 mit gerade mal 21 Jahren herausgebracht. Er ist ein vielfacher Preisträger des Janusz A. Zajdla-Preises, der jedes Jahr für Romane aus dem Science-Fiction Bereich verliehen wird. Viele von Dukajs Werken wurden in andere Sprachen übersetzt. 2003 wurde seine digitale Zeichentrickadaptation von Katedra für den Oscar nominiert.
Luxemburg/ Frankreich - Nathalie Rouyer, Un Aller-Retour pour l’Enfer
Un Aller-Retour pour l’enfer(Foto: Editions Rebelyne 2007)Die gelernte Pädagogin Nathalie Rouyer ist Dichterin, Dramaturgin und Autorin. Ihre vielseitigen Interessen spiegeln sich in ihrem mannigfaltigen Schaffen wider. Ihr neuster Roman Un Aller-Retour pour l’Enfer verblüfft - als schmale Gratwanderung zwischen Science-Fiction- und Kriminalliteratur - durch den mystischen Unterton, der den verbrecherischen Mafia-Aktionen der Handlung zu Grunde liegt. Der Detektiv Paul und seine Freundin aus Kindertagen, Aline, entdecken verworrene Verschwörungen um Theo - einen unschuldigen Schuljungen. Die im Roman beschriebenen Ereignisse einer Woche enden vor den Toren der Hölle…
Deutschland - Christiane Semmelroth, Irren ist weiblich
Irren ist weiblich (Foto: ©Lübbe GmbH & Co. KG)Christiane Semmelroth, Jahrgang 1970, ist eine junge Autorin, die in Frankfurt am Main lebt und arbeitet. Sie hat Anglistik und Politikwissenschaften studiert und sich nach ihrem Studium der Frauenliteratur verschrieben. Irren ist weiblich ist nach Wenn er sich ändert, dann ja Semmelroths zweiter literarischer Wurf. Die dreißigjährige Lilli Magnus, Semmelroths Alter Ego, ist natürlich noch unverheiratet und auf der Suche nach dem Glück. Fehlgeschlagene Beziehungen und ständig wechselnde Berufspläne sind an der Tagesordnung - Bridget Jones neu aufgelegt.
Großbritannien - Toni Maguire, When Daddy Comes Home
When Daddy comes home (Foto: HarperCollins Publishers Ltd 2007)Toni Maguire führt in ihrem neusten Roman die tragische Erzählung ihrer Kindheit fort. Ähnlich wie in ihrem ersten Roman Don’t Tell Mummy erzählt sie über die Misshandlungen des Vaters, eine ungewollte Schwangerschaft, die Prügel des degenerierten Vaters im Gefängnis und seine Rückkehr nach Hause nach abgeleisteter Strafe. Aus dem Haus vertrieben, landet das Mädchen in einer psychiatrischen Anstalt, in der ihr die Ärzte keine Chance auf Genesung geben. Die therapeutische Wirkung autobiographischen Schreibens hilft Maguire beim Kampf mit der Krankheit.
(Fotos: Homepage ©nyul/istock; Lód ©Wydawnictwo Literackie; When Daddy comes home ©HarperCollins Publishers Ltd 2007; Un Aller-Retour pour l’enfer ©Editions Rebelyne 2007; Irren ist weiblich ©Lübbe GmbH & Co. KG)
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